Semantic Web
Siehe: Informationstechnik & Infrastruktur
Vision von Tim Berners-Lee (ca. 2001) – Beschreibt eine Erweiterung des Internets, die es Computern ermöglicht, Informationen besser zu verstehen und zu verarbeiten, indem Daten mit maschinenlesbaren Metadaten angereichert werden, die ihre Bedeutung und Beziehungen beschreiben. Das ermöglicht eine effizientere Suche (siehe: Search Engines), automatisierte Datenintegration und die Entwicklung intelligenterer Anwendungen im Web (siehe: Web Development).
Technische Grundlagen:
- RDF (Resource Description Framework) – Grundmodell, um Aussagen als Subjekt-Prädikat-Objekt-Tripel auszudrücken (z.B. “Diese Seite - Autor - Max Mustermann”)
- OWL (Web Ontology Language) – zum Definieren von Ontologien/Klassenhierarchien und Beziehungen zwischen Konzepten
- SPARQL – Abfragesprache für RDF-Daten, ähnlich wie SQL für relationale Datenbanken
In der Praxis hat sich die Vision nie vollständig durchgesetzt (zu komplex, zu wenig Anreiz für Websitebetreiber) – stattdessen etablierten sich pragmatischere Teillösungen wie Microformats, Microdata und RDFa, die direkt in HTML eingebettet werden. Ein sichtbarer, kommerziell erfolgreicher Ableger davon ist Schema.org (2011, gemeinsam von Google, Microsoft, Yahoo, Yandex initiiert), das Suchmaschinen strukturierte Daten liefert.
Siehe auch: Semantic Desktop